Jugendliche produzieren Geräuschekrimi

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veröffentlicht: 18.11.2012

Einen Krimi erzählen, ganz ohne Bilder, nur Geräusche sind zu hören. Und selbst das gesprochene Wort findet wenig Platz. Das soll funktionieren? Im November 2012 veranstaltete das Lernzentrum von Helliwood media & education, in Kooperation mit dem Eastend Berlin, das Projekt „Psst – hast du das gehört? Jugendliche produzieren einen Geräusche-Krimi“. Das Projekt wurde gefördert von dem Jugendmedienmagazin BerlinImPuls.

Einen anschaulichen Einblick in die Welt eines professionellen Geräuschemachers lieferte uns Max Bauer. Er erzeugt seit vielen Jahren für Theaterproduktionen, Filme und Hörspiele Geräusche und verleiht ihnen somit den „besonderen Sound“. Max Bauer erläuterte, mit welchen einfachen Mitteln und mit welchen besonderen Tricks Geräusche nachgeahmt werden können.

„Das Geräuschemachen hat etwas von Zauberei, weil es viel um Illusion geht. Wenn man Speisestärke in einen Stoffbeutel füllt und knirscht, dann klingt es wie Schnee.“

Gemeinsam mit Max wurde vieles ausprobiert und erfahren. Was geht, was geht nicht? Wie baut man eine gute Atmosphäre für die Geschichte auf? Welches Material eignet sich besonders gut für spezielle Geräusche?

„Um eine Schlägerei zu vertonen, eignen sich am besten Selleriestangen oder grüne Paprika. Es klingt, als würden Knochen brechen.“

Gerüstet mit allerhand Informationen und ausgestattet mit viel neuem Material zum Geräusche machen ging es an die Ideensammlung und das Storyboard: Wo und wann spielt sich die Geschichte ab? Wer ist involviert? Was passiert?

Gemeinsam erforschten die Jugendlichen die Welt der Geräusche, hörten ganz genau hin und probierten sich mit vielen kreativen Einfällen aus, um die spektakulären Ideen des Krimis in aussagekräftige Geräusche zu verwandeln. Die Geräusche wurden im Tonstudio des Eastend Berlin aufgezeichnet, bearbeitet und zu einem Krimi zusammen geschnitten. Das Ergebnis ist bei SoundCloud zu hören.